Cobrra-Kettenöler

  • Hallo liebe Biker,


    seit einigen Wochen habe ich einen Kettenöler von Cobrra an meiner Versys 1000 in Betrieb. Ich war zunächst sehr skeptisch, ob dieses Teil - das komplett ohne Regelelektronik und High-Tech auskommt - etwas taugt, doch ich muss sagen: Bislang bin ich sehr zufrieden!

    Zum einen funktioniert der Schmierprozess tatsächlich trotz rein mechanischer Bedienung einwandfrei. Das Öl (es wird handelsübliches Getriebeöl verwendet!) wird durch Herabdrehen des Vorratsbehälters am Lenker (eine Viertelumdrehung pro Schmiervorgang alle 300 Km reicht) unter minimalem Druck aus einem Kunststoffschlauch auf die Kette geträufelt. Zum anderen sieht das Ding recht schmuck aus, macht also keinen billigen oder ramschigen Eindruck (Behälter ist komplett aus Metall und satt schwarz lackiert). Auch im Stand läuft NICHTS nach oder aus, also keine Ölflecken oder -pfützen unter der Maschine - auch nach längerer Standzeit nicht.

    Die Installation ist dabei recht einfach (der Umstand, dass selbst mir der Selbsteinbau auf Anhieb geglückt ist, spricht für sich), lediglich die exakte Positionierung des Schlauchaustritts direkt vor dem Ritzel erfordert etwas Fingerspitzengefühl, gelingt mit dem mitgelieferten Befestigungsmaterial und dank des recht stabilen und großzügig bemessenen Kunststoffschlauchs aber ganz gut.


    Das eigentlich Highlight zum Schluss:
    Das Ding kostet gerade mal 96 Euro! Im Vergleich zu Scottoiler etc. ein Schnapper - ja, natürlich dann auch kein High-Tech - funktioniert aber wie beschrieben TROTZDEM gut. Meine Kette ist jetzt immer bestens geschmiert - klare Kaufempfehlung von mir.


    Grüße in die Runde

    Euer Nürmi




    Versys 1000 - die dunkle Seite der Macht!8)

  • Servas,


    den Nemo 2 habe ich jetzt seit einigen Jahren im Einsatz. Da gibt es nichts zu meckern. Ich befülle den mit Makita Kettensägenöl. Kein Shice, und ich bin immer gut gefahren damit.^^


    Gereinigt habe ich meine Ketten noch nie, die letzte habe ich bei 32.000km Laufleistung gewechselt weil die leicht ungleichmäßig gelängt war.


    Ralf1983: die Verwendung des Nemo hat nur homöopatischen Einfluss darauf, wie oft die Kette nachgespannt werden muss.


    Da bei mir der Hinterreifen abhängig vom gerade gefahrenen Modell in der Regel eh nur 5-7k km hält, stellt sich zumindest bei mir das Problem nicht. An der 125er Shadow muss ich rein zeitlich gesehen öfter nachspannen, als an Scarlett.^^


    LzG,

    André


    P.S.: Der Nemo ist bei Tante L. immer mal wieder in der der 20% Aktion mit drin. Noch die gesammelten Punkte einsetzen und man bekommt ihn fast nachgeworfen. Wer was will, was nicht irgendwie elektronisch gesteuert wird, macht hier sicher nichts verkehrt.


    Aber Achtung: gelegentlich sollte man mal unten mit ner Nadel in den Schlauch und den Schmodder rausholen. Könnte sonst auch mal dichtmachen. :)

    "Ich kenne die Hälfte von euch nicht halb so gut, wie ich es gern möchte, und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern, wie ihr es verdient." - Bilbo Beutlin

  • Hi Ralf1983, wie Erdna sagt: Da ich vorher gewissenhaft per Spray geölt habe (und bei den anderen Maschinen noch öle), prüfe ich jetzt beim Cobrra genauso häufig - und finde (bisher) keinen Unterschied. Ich reinige die Ketten unserer Ladies schon regelmäßig, mache das aber eher von den "Einsatzbedingungen" abhängig: Wenn ich viel Dreck sehe, kommt der Kettenmax - sehe ich nix, bleibt der länger in Kiste.


    LG Nürmi




    Versys 1000 - die dunkle Seite der Macht!8)

  • Ach ja, ich Öle meine Kette immer mit Seilbahnfett von Liqui Moly, hält dreimal so lange wie die herkömmlichen Kettensprays und dringt extrem tief in die kleinste Ritze hinein.

    Früher wurde es auch gerne als Hohlraumschutz verwendet, war aber grundsätzlich verboten :whistling:

    LsK Manfredo

    Es wäre dumm, sich über die Welt zu ärgern, sie kümmert sich nicht darum

    Marcus Aurelius